„RAUCHEN IST DRINNEN VIEL SCHÖNER“

Rauchverbot in Jugendeinrichtungen

am Beispiel Jugend Club Essenerstrasse

Seit dem 01. 01. 2008 gibt es das neue Nichtraucherschutzgesetz das unter anderem verbietet in Einrichtungen der Hansestadt Hamburg zu Rauchen.

Was heisst das eigentlich genau ???

Ein Rauchverbot untersagt, Tabak oder ähnliche Substanzen unter Glimm-, Flammenerscheinung oder Tabakrauchemission zu sich zu nehmen.

Auch das Abbrennen von Tabak, ohne den Rauch zu inhalieren, ist untersagt.

Was will man damit verhindern oder schützen ???

Der Schutz von unfreiwilligen Passivrauchern ist das primäre Motiv für Rauchverbote.

Tabakrauch kann für Passivraucher erhebliche Beeinträchtigung, Gefährdung und Schädigung verursachen:

  • kurzfristig Unwohlbefinden, Beklemmung, Appetitverlust
  • Augen- und Atemwegsreizungen
  • langfristig gesundheitlichen Folgen bis hin zu einem statistisch erhöhten Krebs- und Herzinfarktrisiko
  • bei empfindlichen oder gesundheitlich vorgeschädigten Personen Asthmaanfälle, Migräne, Allergieschübe
  • bei Schwangeren Schädigung des Embryos. Schwangere können dieses Risiko nur meiden, indem sie Orte meiden, an denen geraucht wird
  • anhaftende Geruchsbelastung von Körper, Kleidung und mitgeführten Gegenständen

Wir im Jugend Container Essenerstrasse sind ebenfalls davon betroffen.

Und das, um es mal vorweg zu nehmen, sehr positiv .

Bei einer Umfrage von Hauptamtlichen, Interessengruppenleitern, Jugendlichen und Kindern gab es zwar einheitlich die Meinung, GUT das hier nicht mehr geraucht wird, aber natürlich gab es auch hier gewisse Reibungspunkte wo sich die Meinungen teilen.

Aus diesem Grunde teilen wir die Problematik in zwei Teile.

Objektive und die Subjektive Betrachtung.

 

Objektive sind wir alle der Meinung, das es eine sehr gute Regelung ist das wir schon zulange darauf gewartet haben. Wie oben auch genannt geht es hier um die Gesundheit der Menschen die sich hier im Jugend Container aufhalten. Egal ob klein, groß, alt oder jung.

Denn keiner von uns lässt sich von einem anderen wehtun bzw., um es mal juristisch auszudrücken, an der Gesundheit schädigen.

Das Einatmen von Nikotin ist ebenso eine Gesundheitsschädigung die wir von Rauchern erleiden aber nicht sofort merken oder als Gesundheitsschädigung aufnehmen. Was wir aber dringend tun sollten. Und damit meine ich nicht, dass der Geruch eines Rauchers einen stört, die eigenen Klamotten stinken, oder die Tapete an den Wänden gelb wird, sondern das wir durch das Rauchen von Menschen in unsere Umgebung körperlich geschädigt werden. Das jeder von uns eine erhöhte Gefahr von Krebs aufweist. Aber wie man so schön sagt

„aus den Augen aus dem Sinn“

Denn das was wir nicht direkt erkennen oder bemerken, darüber machen wir uns auch nicht so viele Gedanken, erstmal.

Dies ist aber ein Trugschluss, der uns vielleicht teuer zu stehen kommt.

Um es mal deutlich zu machen, wer denn alles Nichtraucher sind und die sich dazu auch davor nicht schützen können :

  • Babys
  • Kinder
  • Jugendliche

zusammen gefasst :

UNSERE ZUKUNFT

Subjektive gibt es, vor allem von „den Rauchern unter uns“ den einen oder anderen Punkt den man auch gern überdenken könnte und vielleicht auch sollte.

Als Hauptidee ist die Rede von einem Raucherzimmer oder Raucherraum.

Da das Rauchen in dem Jugend Container und auf dem ganzen Gelände verboten ist, sind die Raucher gezwungen außerhalb des Geländes ihrem Nikotinkonsum nachzukommen. Das heisst sie müssten ganz raus aus dem Container.

Eine andere Problematik ist die Ausgrenzung von jungendlichen Rauchern, die den Jugend Club meiden, weil hier sozusagen ihre Selbstbestimmung „flöten“ geht. Gerade jugendliche in diesem Alter sollten vielleicht keine Verbote vorgesetzt bekommen, sondern Gespräche und Lösungen.

Wo wir bei der Selbstbestimmung des Einzelnen schon sind, jeder von uns hat das Recht das zu tun was er will, solange er nicht die Sphäre des anderen berührt. Und das ist genau der entscheidende Punkt in dieser Diskussion. Jeder von uns geht der Arbeit nach, die er für sich bestimmt hat, jeder von uns isst zum Mittag, das was er möchte und jeder von uns trägt auch die Klamotten die er sich ausgesucht hat, also, meint man, kann ich auch Rauchen wo und wann man will. Aber die Sphäre von Nichtrauchern wird hier nicht bedacht. Deswegen wäre einerseits zu überlegen wie man die Sphäre des anderen nicht betritt und trotzdem seinem Nikotinkonsum trotzdem nach kommt ohne sein eigenes Selbstbestimmungsrecht zu verlieren.

Die Überlegung von einem Raucherraum kommt da natürlich ganz stark in die Debatte, was sich in der Gastronomie schon als ganz nützlich erwiesen hat.

Nur ist diese Möglichkeit in Jugend Container nicht zurealisieren, da so schon Raummangel vorhanden ist. Tja so stehen wir !

Abschließend kann man sagen, dass das Rauchverbot super ist, aber nichts desto trotz ist eine Lösung, die für beide Seiten akzeptabel ist, besser als ein Verbot das vielleicht nur negative Gegenreaktionen zeigt.

Vielleicht wäre es angemessen hier im Container das Rauchverbot nur auf die Innenräume zu beschränken und das Rauchen auf der Terrasse zu erlauben. Wäre vielleicht eine Idee ;-)

Was aber auf jeden fall ein sehr positiver Aspekt in dieser Diskussion ist, dass sich das Verhalten Generationen nach uns sich stark zum positiven, und damit meine ich gegen das Rauchen, verändern wird. Denn für unsere Kinder wird es normal sein, in der Kneipe oder im Restaurant nicht zu Rauchen, sie werden dadurch mit wesentlich weniger Raucher konfrontiert werden und vielleicht ist eine Zigarette in Zukunft kein Genussmittel mehr, sondern einfach nur eine Unannehmlichkeit.

Und so rauchen vielleicht in 50 oder 60 Jahren nur noch die letzten ihre Zigarette drinnen, denn rauchen ist drinnen viel schöner ;-).

 

 

 

 

 

 

 

 


Memmo

Gefundene Rechtschreibfehler dürfen behalten Werden :-D

 

 

Posted by Heini, filed under Allgemein. Date: März 26, 2008, 5:58 pm | 1 Comment »

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